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Toast 9 im Praxistest |
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Berichte -
Testberichte
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Geschrieben von: Emanuel Frei
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Mittwoch, 02. April 2008 18:04 |
Mitte März hat Roxio eine neue Version von Toast Titanium vorgestellt. Wir haben uns die Brenn-Suite in der neuen Version 9 genauer angeschaut und möchten Ihnen unsere Erfahrungen natürlich nicht vorenthalten.
Installation und was geboten wird Ungewöhnlich bei solch grossen Programmen ist die bequeme Installation per Drag & Drop der rund 500 MB.
Neben dem Hauptprogramm bietet die Suite den neuen Roxio Streamer für Internet-Streaming, einen Cover Maker, einen Catalog Maker und eine eigenes Backup Programm. Weiter bietet Toast 9 unter anderem eine neue Aufnahmefunktion für Internet-Radio, volle Unterstützung für Blu-ray und HD-DVD sowie die Funktion direkt auf HD Camcoder zu zugreifen. Office:mac 2008
Ersteindruck Die überarbeitete Oberfläche hinterlässt einen frischeren und moderneren Eindruck, nicht zuletzt auch dank dem futuristisch wirkenden Programm-Icon. Toast 9 gliedert sich bezüglich Buttons und Menüs sehr schön in Leopard ein, ohne jedoch den allgemeinen iLife-Look zu kopieren, wie es momentan gerne im Trend liegt. Trotzdem findet sich bestimmt jeder sofort zurecht. Wie üblich wählt man zu erst den Aufgabenbereich (Daten, Audio, Video, Kopie oder Konvertieren) und hat anschliessend die weiteren Möglichkeiten vor sich. Die Kapazität des gewählten Mediums hat man im unteren Rand stets farblich im Überblick.
Erste Schritte Wer die Vorversionen kennt, fühlt sich auch in der Version 9 sofort wie zu Hause. Doch auch Brenn-Neulinge werden mit ihren ersten Toasts gleich loslegen können. Nach der Wahl des zu brennenden Mediums, lassen sich per Drag & Drop alle gewünschten Dateien schnell und einfach in den grossen Arbeitsbereich ziehen. Wer lieber durch den Finder „browsed“, kann seine Medien natürlich auch konventionell über den Button ‚Hinzufügen‘ ins Projekt einbinden. Selbst DVD-Menüs lassen sich mit wenigen Klicks erstellen. Allerdings sind die Möglichkeiten und auch die Vorlagen sehr begrenzt, wenn man mit iDVD vergleicht. Ein weiterer Klick auf den roten Knopf genügt, um den Brennvorgang anschliessend zu starten.
Was toasten wir denn? Toast 9 kommt mit allerlei Formaten und Medien zurecht. Nicht zu letzt bietet es Unterstützung des vor allem in Video-Portalen beliebten Flash-Video und bringt den DivX Pro Codec mit. Toast kann damit nicht nur DivX-Filme umwandeln, sondern auch DivX-Discs erstellen, die sich dann in einem kompatiblen Player abspielen lassen. Natürlich setzt auch Toast 9 auf den H.264 Codec, der für High Defintion Material verwendet wird.
Im Audio-Bereich bietet das Programm ergänzend zu bekannten Formaten, wie MP3 und AAC, auch Unterstützung für exotischere (und freie) Formate wie OGG (vorbis) und das verlustfreie FLAC.
Um Rohlinge zu sparen, lassen sich erstellte Projekte vor dem Brennvorgang erst als Image sichern, um sie dann lokal von der Festplatte zu mounten, um sie dann wiederum mit dem DVD Player von OS X zu begutachten.
Ebenso lassen sich bereits erstellte Images in den Formaten ISO, BIN/CUE, IMG, DMG, CDR und NRG mit Toast auf einen Rohling bannen.
Konvertieren Neu ist Toast nicht nur ein vielfältiges Brennprogramm, sondern wird auch gleich zu einem interessanten Konvertierungs-Tool, welches es erlaubt, im Stapelverfahren allerlei Dateien und Formate umzuwandeln.
Genau gesagt, handelt es sich hier wieder um die selben Formate, die oben erwähnt sind. OGG und FLAC lassen sich so problemlos in iTunes-kompatibles AAC oder AIFF umwandeln. Der selbe Weg geht natürlich auch rückwärts, sodass zum Beispiel AAC in die freien Formate OGG oder FLAC umgewandelt werden kann.
Viel erhofft habe ich mir persönlich von der Funktion auch DVDs konvertieren zu können. Der Test scheitert hier leider gleich an der Verschlüsselung (Kopierschutz) der „Simpsons The Movie“, „Blood Diamond“ und „The Matrix“ DVDs, die testweise den Kopf hinhalten mussten. Dies verhindert leider das Erstellen von Film-Dateien, die auf dem iPod, iPhone oder Apple TV lauffähig sind, was hier in der Schweiz immer noch völlig legal ist. Nichtsdestotrotz lassen sich natürlich selbst erstellte DVDs oder solche, die völlig frei von einem Schutz daher kommen, problemlos umwandeln.
Mit im Paket Neben dem Hauptprogramm bietet Toast 9 Titanium fünf weitere Tools: Streamer ist völlig neu und ermöglicht es, Filme übers Internet an andere Computer oder aber vor allem auch an iPod touch oder iPhone zu streamen. Unglücklicherweise scheint der Dienst mit dem ZyXEL Router an unserem Testgerät nicht zu funktionieren. Mit den AirPort-Stationen soll es laut Roxio allerdings problemlos klappen.
Get Backup RE ist ein ausgewachsenes Backup-Programm, welches auch inkrementelle Backups erstellen und nach Zeitplan sichern kann. Der Vorteil gegenüber Time Machine liegt hier darin, dass es natürlich auch mit CDs, DVDs oder Blu-ray-Discs arbeiten kann.
CD Spin Doctor startet erst einen Wizard, um Ton von einer wählbaren Audio-Quelle aufzunehmen. Anschliessend lässt sich die Aufnahme noch ein wenig bearbeiten und schneiden bevor man sie an Toast oder iTunes weitergibt. Mit diesem Tool lassen sich auch Webradio-Streams aufnehmen und weiterverarbeiten. Leider hat die beworbene, automatische Erkennung der Tracks und deren Informationen nicht auf Anhieb geklappt.
Disc Cover 2 RE sagt eigentlich schon alles. Mit Hilfe von diesem Tool lassen sich kinderleicht schöne Cover für die gebrannten Discs erstellen.
DiscCatalogMaker RE sorgt dafür, dass man den Überblick über die gebrannten (oder auch erworbenen) Medien nicht verliert und erstellt einen Katalog aller eingelesenen Discs. Ich persönlich wünschte mir aber etwas mehr Informationen eingeben zu können.
Fazit Mit Toast 9 Titanium bringt Roxio eine weitere, kontinuierlich verbesserte und erweiterte Version seiner beliebten Brenn-Suite auf den Mac, die gut und gerne als Referenz herhalten kann. Die erweiterte Unterstützung für HD-DVD und Blu-ray bringt zusammen mit einem entsprechenden Brenner High Definition vollends auf die Apple-Computer. Wir können das neue Toast jedem empfehlen, der ergänzend zu iLife, oder im professionellen Bereich, vielseitige Brennmöglichkeiten benötigt. Durch die einfache Bedienung kann jeder gleich mit seinen ersten Toasts loslegen. Bei unserem Test hat sich die Version 9.0.1 leider einige Male kommentarlos verabschiedet. Etwas unerwartet von Roxio kommt auch eine stellenweise schwache Sprach-Lokalisierung daher. Wir hoffen auf Besserung mit kommenden Updates.
Vielen Dank an Roxio für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!
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