Das iPhone 3GS - S für schneller... und smarter? E-Mail
Berichte - Testberichte
Geschrieben von: Emanuel Frei   
Montag, 29. Juni 2009 20:06
Seit nun rund zehn Tagen ist das neue iPhone 3GS in der Schweiz erhältlich. Freundlicherweise überliess uns Swisscom ein Testexemplar, welches wir natürlich sofort in der Praxis auf seine Alltagstauglichkeit geprüft und die Leistungssteigerung mit dem Vorgängermodell verglichen haben. Unser Testbericht zum (bisherigen) iPhone 3G erfolgte als Tagebuch, nachdem es ebenfalls seinen Härtetest im Alltag durchstehen musste. Nachstehend lesen Sie, was das (neue) iPhone 3GS nun besser kann - oder auch nicht.



Findet es Anerkennung?


Es gibt wahrscheinlich nahezu keinen Menschen mehr in der Schweiz, der das iPhone 3G nicht schon mindestens einmal gesehen oder davon gehört hat. Nicht verwunderlich ist also die stetige Frage, was denn das neue Modell nun mehr oder besser kann. Offen gesagt, die Antwort darauf ist gar nicht so einfach. Ist es der Kompass? Naja. Die Sprachsteuerung? Naja. Aber was ist es denn dann? Die Antwort verbirgt sich meiner Meinung nach wirklich nur in der verbesserten Hardware, welche für den Endnutzer erst beim zweiten Blick sichtbar wird.


Was bringt diese neue Hardware?


Möchte man den Statistiken Glauben schenken, schossen die Uploadzahlen bei YouTube dank der Videofunktion des iPhone 3GS in die Höhe. Sicherlich beruhen diese "Peaks" auf den vielen Usern, die die Funktion schlicht kurz antesten. Dennoch können sich die Videos für eine Handykamera sehen lassen. Mit 30 Bildern pro Sekunde sind die Aufnahmen auch sehr flüssig. Apple verwendet natürlich den H.264 Codec bei einer stolzen Bitrate von über 3500kbit/s. Auch die Fotos des 3 Megapixel Objektivs können sich sehen lassen. Bei dunklen Fotos lässt sich das Bildrauschen nicht schönreden, die Stärke der nicht-blitz-gestützten Kamera liegt jedoch auch beim neuen Modell ganz klar bei Schnappschüssen bei guter Belichtung. Der manuelle Autofokus ist ein nützlicher Vorteil des Touchscreens im Vergleich zu Digitalkameras, die oftmals noch gewöhnliche Displays besitzen. Videos lassen sich kinderleicht trimmen und bei Bedarf versenden oder bei YouTube bzw. MobileMe hochladen.



Die wahre Neuerung, auf welcher auch das S in der Bezeichnung 3GS beruht, ist der gewonnene Geschwindigkeitszuwachs dank einem Prozessor mit besserer Architektur und höherer Taktrate, dem doppelten Arbeitsspeicher und einem Grafikchip, der neue Technologien unterstützt. Nicht nur grafiklastige Apps, wie Spiele profitieren davon, auch jede andere App startet und läuft schneller als auf jedem anderen iPhone OS-Gerät zuvor. Das iPhone 3GS ist hiermit die Voraussetzung, um zukünftig noch aufwändigere Anwendungen zu schreiben. Natürlich immer im Bewusstsein, dass dann eventuell das Ur-iPhone oder der iPod touch der ersten Generation bald zu langsam sein werden. Leider ist es schwer zu sagen, ob das neue iPhone OS 3.0, die neue Hardware oder die Kombination davon dafür verantwortlich ist, dass sich auch das Surfen übers heimische WLAN mit dem mobilen Safari spürbar schneller anfühlt.


Wo liegen die Softwarevorteile im Vergleich zum 3G mit OS 3.0?




Diese Frage ist relativ schnell beantwortet: ein Kompass, Voice Control, Bedienungshilfen und die bereits beschriebenen, erweiterten Kamerafunktionen.
Die Kompass-App ist adrett anzusehen und einigen Abenteurern vielleicht gar mal nützlich, dennoch dürfte der Magnetometer für künftige Apps noch besser ausgenutzt werden. Im Test zeigt sich die Nutzung des geografischen Nordens erstaunlicherweise als weniger zuverlässig als der magnetische Norden.
Weiter wartet das 3GS mit Voice Control auf. Wie bisher ist eine Sprachsteuerung nicht immer ganz einfach. Wer die Funktion nutzen möchte, muss etwas Übung und Verständnis für Missinterpretationen und seltsame Aussprachen haben. Glücklicherweise lässt sich die Sprache hier separat definieren, denn auf Englisch funktioniert Voice Control mit Abstand am besten. Die Funktion ist etwas versteckt und zeigt sich nur, wenn man länger auf den Home-Button drückt. Dies kann auf Dauer ein bisschen mühsam werden, wenn das iPhone abermals einen Befehl nicht korrekt verstanden hat. Eine eigene App auf dem Home-Screen wäre sicherlich nicht verkehrt gewesen.
Die neuen Bedienungshilfen machen das iPhone 3GS auch Personen mit gewissen Einschränkungen zugänglicher. So lässt sich jetzt der ganze Bildschirm immer und überall zoomen oder auf negative Bildausgabe (weiss auf schwarz) umstellen. VoiceOver liest auf Wunsch alle Bildschirmtexte vor und Mono-Audio legt den Sound beider Stereokanäle auf beide Ohrhörer.


Wie schnell ist es im Internet?


Das neue iPhone 3GS unterstützt das schnellere 3G-Netzwerk mit 7.2 HSDPA (HSPA), welches dem Namen nach eine Downloadrate von 7.2 Mbit/s verspricht. Die Swisscom verspricht ihrerseits das UMTS-Netz zu grossen Teilen bereits auf 7.2 HSDPA aufgerüstet zu haben. Da liessen wir uns einen Vergleichstest natürlich nicht nehmen und haben das iPhone 3GS gegen das iPhone 3G antreten lassen. Bei guter Verbindung hatte das 3GS erwartungsgemäss die Nase leicht vorn. Sowohl beim Öffnen des Apple Online Stores als auch beim Herunterladen eines Filmtrailers von apple.com/trailers war das neue Modell etwas schneller fertig. Der Geschwindigkeitszuwachs dürfte sich beim normalen Surfen jedoch selten markant aufgrund des schnelleren Internets bemerkbarmachen. Hier schrauben der neue Safari im iPhone OS 3.0 und der stärkere Prozessor eher an der Performance.




Fazit

Die häufigste Frage, die sich aktuelle iPhone 3G-User wohl stellen, dürfte lauten, ob sich der Umstieg auf das 3GS für sie überhaupt lohnt. Das iPhone 3GS ist eine konsequente Evolution, keine Revolution. Wer eine der aufgezählten Neuerungen zwingend benötigt, kann den Kauf des 3GS in Erwägung ziehen, darf dann aber kein völlig neues oder besseres iPhone erwarten. Die meisten Neuerungen, welche das iPhone smarter denn je machen, beruhen auf dem iPhone OS 3.0, welches auch für das 3G erhältlich ist. Wer von einem anderen Handy auf das iPhone umsteigen will, sollte trotz der preislichen Hürde zum 3GS greifen. Der grössere Speicher, die bessere Hardware, die verlängerte Akkuleistung (gem. Herstellerangaben) und die schnellere Internetverbindung sind einfach zukunftssicherer, wenn man den Vertrag für 24 Monate abschliesst.



Vielen Dank an Swisscom für die freundliche Bereitsstellung des Testexemplars!
Bitte einloggen um einen Kommentar zu schreiben
 

Werbung

Umfragen

Freuen Sie sich auf Mountain Lion?
 

User Login



Registrieren

Text Werbung

MiniBüro
Adressen, Briefe, Offerten, Lieferscheine, Rechnungen u.s.w. spielend im Griff! MiniBüro vereinfacht die täglichen Administrations-Arbeiten enorm. Ab 450.-
** Zubehör für iPhone **
Hüllen, Kopfhörer, Soundsysteme, etc.
FlexBüro
FlexBüro - Einfach gerne Rechnungen schreiben. Auch im Team.
Mac Support im ZH-Oberland
Digital Lifestyle Consulting: Mac Support, Schulung, Beratung vor dem Kauf

Apple Newsflash

Apple veröffentlicht Mac OS X 10.7.4
Wie Apple schreibt wird das 10.7.4-Update allen Benutzern von OS X Lion empfohlen. "Dieses Update behebt allgemeine Probleme im Betriebssystem, verbessert die Stabilität, Kompatibilität, Migration und Sicherheit Ihres Mac. Zu den Verbesserungen gehören: Die Option „Beim nächsten Anmelden alle Fenster wieder öffnen“ ist jetzt nicht mehr dauerhaft aktiviert; - Die Kompatibilität mit bestimmten englischen USB-Drittanbietertastaturen wurde verbessert; - Dateien werden jetzt korrekt auf einem Server gesichert; -Die Zuverlässigkeit beim Kopieren von Dateien auf einen SMB-Server wurde verbessert. Das Update kann über die Software-Aktualisierung geladen werden.
 
Apple verdoppelt Gewinn!

Apple hat heute die Ergebnisse des zweiten Quartals im Geschäftsjahr 2012, welches am 31. März 2012 endete, bekannt gegeben. Im zurückliegenden Quartal erzielte Apple einen Umsatz von 39,2 Milliarden US-Dollar sowie einen Netto-Quartalsgewinn von 11,6 Milliarden US-Dollar bzw. 12,30 US-Dollar pro Aktie. Im Vorjahresquartal wurde ein Umsatz von 24,7 Milliarden US-Dollar sowie ein Netto-Gewinn von 6,00 Milliarden US-Dollar bzw. 6,40 US-Dollar pro Aktie erzielt. Die Bruttogewinnspanne lag bei 47,4 Prozent, verglichen zu 41,4 Prozent im Vorjahresquartal. Der Nicht-US-Anteil am Umsatz betrug in diesem Quartal 64 Prozent. Das Unternehmen hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2012 35,1 Millionen iPhones verkauft, das entspricht 88 Prozent mehr Absatz zum vergleichbaren Vorjahresquartal. Im zurückliegenden Quartal hat Apple 11,8 Millionen iPads verkauft, 151 Prozent mehr als im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das Unternehmen hat 4 Millionen Macs im zurückliegenden Quartal verkauft, das sind 7 Prozent mehr verglichen zu Q2/2011. Apple hat zudem 7,7 Millionen iPods verkauft, das sind 15 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahresquartal. "Wir freuen uns riesig über 35 Millionen verkaufte iPhones und fast 12 Millionen verkaufte iPads im Märzquartal," sagt Tim Cook, CEO von Apple. "Das neue iPad hat einen großartigen Start und über das laufende Jahr hinweg werden wir noch viel mehr von dieser Art an Innovation sehen, die nur Apple liefern kann."