Magic Trackpad im magischen MacWeb.ch Test E-Mail
Berichte - Testberichte
Geschrieben von: Emanuel Frei   
Mittwoch, 04. August 2010 18:32
Mit dem Magic Trackpad hat Apple ein Produkt auf den Markt gebracht, was es vorher in der Form nicht gab. Es verleiht den Desktop-Macs alle Touch-Fähigkeiten, die den MacBooks schon lange diverse Vorteile bei der Bedienung ermöglichen. MacWeb.ch hat das Magic Trackpad bereits einem Praxis-Test unterzogen und sagt Ihnen, ob sich die Anschaffung lohnt.

Schlicht kommt es daher. Aber das Magic Trackpad ist riesig. Aus der Packung genommen gibt es sich wie jedes Apple-Produkt: minimalistisch, elegant und edel.
Die Dimensionen liegen im Bereich der bekannten Wireless-Tastatur von Apple. Rechts sitzt der Ein-/Aus-Schalter, links die Batterien und oben eine im Gehäuse nicht sichtbare LED, die bei Bedarf den Status des Trackpads anzeigt.

















Am Test-iMac (mid 2007) fühlt es sich direkt wohl. Nach der Paarung via Bluetooth zeigt der iMac in der Softwareaktualisierung ein Update, welches dem Desktop-Mac die bisher nicht vorhandenen Systemeinstellungen "Trackpad" hinzufügt.

Ab hier erklärt sich alles von selbst. Die Bedienung im Vergleich zu einem aktuellen MacBook ist identisch. Das ganze Trackpad ist eine Taste. Über die Einstellungen kann definiert werden, dass der rechte Bereich als sekundäre Taste fungieren soll. Bezüglich den Gesten steht es in keiner Form seinen Vorbildern nach. Zwei-Finger-Zoom, Zwei-Finger-Drehen, Zwei-Finger-Scrolling, Drei-Finger-Wischen und viele Gesten mehr stehen in den Systemeinstellungen zur Konfiguration nach den eigenen Wünschen bereit. Wie bei einer Apple Maus, muss auch beim Trackpad die Zeigergeschwindigkeit relativ hoch gestellt werden, um damit unserem Empfinden nach zügig arbeiten zu können.

An unserem Testgerät hat das Trackpad die Mighty Mouse (heisst aktuell nur noch Apple Mouse) bereits komplett ersetzt. Wer ein Magic Trackpad kauft, wird die Bedienung sehr wahrscheinlich schon von einem MacBook her kennen. Aber auch Neueinsteiger im Multi-Touch Bereich werden sicherlich schnell ihre Freude haben. Kurze Demo-Videos in den Systemeinstellungen zeigen auch alle Gesten im Detail.






































Der riesige Spielraum von 13x11cm bietet mehr als genügend Platz für kreative Arbeiten. In unserem
Test-Zeitraum haben wir spielend leicht in Pages einen Wohnungsgrundriss gezeichnet, in iPhoto Fotos organisiert und mit iMovie daraus einen kurzen Film mit einer Dauer von sechs Minuten erstellt. Zuletzt wurde eine Aufnahme in EyeTV geschnitten. Natürlich gehört zu einem MacWeb.ch-Alltag auch das Surfen im Web, Lesen von Mails und das Browsen durch die iTunes Library.

Gefühlt gehen diese Arbeiten etwas schneller aus der Hand als auf dem MacBook (late 2009), welches ebenfalls bereits über die neuste Trackpad-Generation verfügt. Die Grösse des Magic Trackpads ist einfach purer Luxus. Allerdings lässt sich darüber streiten, ob man Zeit spart im Vergleich zur Bedienung mit der Maus. Das Produzieren mag damit also nur geübten Trackpad-Nutzern, die mit einer Maus nicht viel anfangen können, Zeitersparnisse bringen. Beim Konsumieren trumpft es aber gross auf. Lässt es sich doch bequem in der einen Hand halten und mit der zweiten bedienen, während man gemütlich im Sessel zurück lehnt und durchs Web surft. Auch Bilder oder Musik lassen sich so in weniger verkrampften Haltung geniessen. Einzig und allein das mechanische Klicken funktioniert damit nicht, da die Taste in der Unterseite des Trackpads versteckt ist. Daher müsste das Klicken durch Tippen aktiviert sein.

Gamer werden die Maus nicht mit einem Magic Trackpad ersetzen. Für viele Games ist die Maus aber wohl noch lange nicht zu weg zu denken.


Fazit

Wer die Multi-Touch-Funktionen eines MacBooks an seinem iMac, Mac mini oder Mac Pro manchmal schmerzlich vermisst, kann zweifellos zu einem Magic Trackpad greifen. Die Investition von CHF 79.- kann sich aber auch für MacBook-User lohnen, die das Gerät gerne mal etwas entspannter aus der Ferne bedienen wollen.

Ich persönlich würde es aber schätzen, wenn Apple das Trackpad als Build-to-order-Option beim iMac kostenlos beilegt, dafür die Magic Mouse behält. Mit dem Magic Trackpad kann ich gut und gerne auf eine Maus verzichten. Die wurde seit dem Anschluss des Trackpads nicht einmal vermisst.



Vielen Dank an Apple für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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Apple hat heute die Ergebnisse des zweiten Quartals im Geschäftsjahr 2012, welches am 31. März 2012 endete, bekannt gegeben. Im zurückliegenden Quartal erzielte Apple einen Umsatz von 39,2 Milliarden US-Dollar sowie einen Netto-Quartalsgewinn von 11,6 Milliarden US-Dollar bzw. 12,30 US-Dollar pro Aktie. Im Vorjahresquartal wurde ein Umsatz von 24,7 Milliarden US-Dollar sowie ein Netto-Gewinn von 6,00 Milliarden US-Dollar bzw. 6,40 US-Dollar pro Aktie erzielt. Die Bruttogewinnspanne lag bei 47,4 Prozent, verglichen zu 41,4 Prozent im Vorjahresquartal. Der Nicht-US-Anteil am Umsatz betrug in diesem Quartal 64 Prozent. Das Unternehmen hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2012 35,1 Millionen iPhones verkauft, das entspricht 88 Prozent mehr Absatz zum vergleichbaren Vorjahresquartal. Im zurückliegenden Quartal hat Apple 11,8 Millionen iPads verkauft, 151 Prozent mehr als im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das Unternehmen hat 4 Millionen Macs im zurückliegenden Quartal verkauft, das sind 7 Prozent mehr verglichen zu Q2/2011. Apple hat zudem 7,7 Millionen iPods verkauft, das sind 15 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahresquartal. "Wir freuen uns riesig über 35 Millionen verkaufte iPhones und fast 12 Millionen verkaufte iPads im Märzquartal," sagt Tim Cook, CEO von Apple. "Das neue iPad hat einen großartigen Start und über das laufende Jahr hinweg werden wir noch viel mehr von dieser Art an Innovation sehen, die nur Apple liefern kann."