Das MacBook Air im Praxistest E-Mail
Berichte - Testberichte
Geschrieben von: Marcel Frei   
Samstag, 30. Oktober 2010 11:13
Apple hat vor wenigen Tagen das neue MacBook Air in einer 11"- und einer 13"-Version vorgestellt. MacWeb.ch hatte bereits die Möglichkeit, die neuen mobilen Geräte aus dem Hause Apple zu testen.

Vom Design her überzeugt das neue MacBook Air absolut. Es sieht ähnlich wie sein Vorgängermodell aus, doch hat Apple sich bei der ersten richtigen Neuauflage einiges überlegt. So besitzt das neue MacBook Air in beiden Grössen zwei USB 2.0-Anschlüsse. Oft ist es so, dass man mindestens zwei USB-Geräte gleichzeitig betreiben möchte. Diesem Wunsch kommt Apple mit der neuen Lösung nun entgegeben. So kann man parallel sein iPhone aufladen und ein Druckauftrag ausführen oder von einer externen Festplatte Daten mittels externem CD-Laufwerk (siehe weiter unten) auf eine CD brennen. Ein Steckplatz kann natürlich auch fix für ein USB-Mobile-Modem genutzt werden.

Bedienung wie bei den grossen Brüdern


Für die Bedienung kommt das von den anderen MacBook-Modellen bekannte MultiTouch-Trackpad zu Anwendung. Auch die Tastatur gleicht den Ausführungen der grossen Brüder und ist in der Anwendung sehr komfortabel.


Hält man das MacBook Air in der Hand, spürt man die Leichtigkeit dieses neuen Apple-"Netbooks". Trotz seiner feinen Verearbeitung und Kompaktheit, scheint es sehr robust. Auch mit aufgeklapptem Bildschirmteil wackelt nichts und man merkt, dass man ein Stück Qualität in den Händen hält. Trotzdem ist es äusserst dünn.

Das MacBook Air ist, wie von Apple Produkten bekannt, sehr schön verpackt. Schon das Auspacken wird deshalb zum Erlebnis. Auf dem MacBook Air ist die neuste Version von Mac OS X Snow Leopard vorinstalliert. Ebenfalls mit dabei ist iLife '11. Nach dem ersten Einschalten wählt man unter anderem die gewünschte Sprache und registriert das Gerät. Diese Prozedur dauert maximal zwei Minuten und das Gerät ist ab dann immer sofort einsatzbereit.



Ganz schön schnell...

Absolut überrascht hat mich der enorm schnelle Startvorgang. In etwa 13 Sekunden nach Drücken des Einschaltknopfs ist der Schreibtischhintergrund und das Dock ersichtlich und man kann mit dem Arbeiten beginnen. Ein grosser Grund für die Schnelligkeit ist sicherlich die neue Speichervariante. Das MacBook Air arbeitet nicht mit einer Festplatte sondern mit Flash-Speicher. Den Flash-Speicher hat Apple direkt auf die Hauptplatine montiert. Flash ist in grossen Speicherkapazitäten im Gegensatz zu einer Harddisk noch teurer, doch Apple präsentiert mit dem neuen MacBook Air ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis.

Apple hat nach einer massiven Preissenkung im Juni 2009 die Preise des MacBook Air nun nochmals stark gesenkt. Das 13"-MacBook Air ist ab CHF 1'549.-- erhältlich. In der neuen Auflage als 11"-Modell ist es bereits ab CHF 1'199.-- zu erwerben.

Energy-Safer...


Beim Strom sparen ist das MacBook Air grosse Klasse. Umgehend nach dem Herunterklappen des Deckels geht das MacBook Air in den Ruhezustand. Nach einer Stunde fällt es in den Stand-by-Modus. Gemäss Apple überlebt das MacBook Air im Standby-Modus bis zu 30 Tage, ohne neue Energie bekommen zu müssen.

Ein vollwertiger Mac!

Das MacBook Air ist ein vollwertiger Mac. Ein externer Bildschirm kann über den Mini Display-Port angeschlossen werden; dem Anschluss eines Apple 27" Cinema-Displays steht somit nichts im Wege. Ein externes SuperDrive (Lesen und Brennen von CD und DVD) kann für CHF 99.-- erworben werden. Von den Steckplätzen und Schnittstellen her fehlt eigentlich nur Ethernet, um stationär surfen zu können. Wer nicht in einem Wireless-Netzwerk surfen will oder kann, erwirbt für knapp CHF 40.-- einen Ethernet-Adapter, welcher in den USB-Anschluss gesteckt wird. Diese beiden Abstriche (kein CD-Laufwerk & fehlendes Ethernet) sind aber problemlos zu verschmerzen, da man sie unterwegs praktisch nie braucht. FireWire erachte ich bei diesem mobilen Gerät nicht als notwendig.

Softwaremäsig arbeitet wie erwähnt die neuste Mac OS X-Version auf dem MacBook Air. Dank der im MacBook Air integrierten Kamera kann somit auch die neu für Mac OS X verfügbar Software FaceTime genutzt werden.



Das Bindeglied?


Das MacBook Air ist effektiv das Bindeglied zwischen iPad und MacBook (Pro). Das iPad ist optimal fürs E-Mail schreiben und im Internet-Surfen. Es bietet des weiteren dank den vielen Apps spannende zusätzliche Goodies. Möchte man jedoch unterwegs professionell mit Word, Excel, FileMaker oder natürlich mit der iLife-Suite von Apple arbeiten, um beispielsweise Filme zu bearbeiten, so reicht das iPad längst nicht mehr aus und man ist auf einen vollwertigen Mac angewiesen. Dabei stört aber das Gewicht und die Grösse der MacBook-Modelle. Hier springt das MacBook Air optimal in die Lücke und liefert die Verbindung von iPad und den MacBook Pro. Einzig beim Preis-/Leistungsvergleich gibt es natürlich beim MacBook (Pro) mehr fürs Geld als beim MacBook Air. Dafür verliert man die absolute Leichtigkeit im Handling.

Weitere Infos zum MacBook Air.


Kommentare (1)

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Blade
Sonntag, 31. Oktober 2010 10:33
"Den Flash-Speicher hat Apple direkt auf die Hauptplatine montiert."

...das heisst ja, das man nicht selbst den speicher erweitern/auswechseln kann (z.b. in einigen monaten, wenn man das zeug eher bezahlen kann)!
sehr schade!!!

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