Start mit dem ersten Mac, was brauch' ich? E-Mail
Berichte - Anleitungen
Geschrieben von: Emanuel Frei   
Dienstag, 08. April 2008 20:42
Wir alle haben früher oder später unseren ersten Mac gekauft, viele noch zu "Classic"-Zeiten, doch viele sitzen nun direkt vor dem neuen, noch etwas fremden Mac OS X 10.6 Snow Leopard und werden mit dessen Ausstattung konfrontiert.

Folgender Bericht wendet sich vor allem an Switcher, aber auch eingesessene Mac-User können gerne weiterlesen.


Was kann Mac OS X ab Werk?

Mit dem aktuellen Betriebssystem und dem vorinstallierten iLife kann der Mac ab Werk viel, was vergleichsweise ein Windows PC nur mit dem teuren Vista oder Seven Ultimate beherrscht. Ein XP kann man hier ehrlich gesagt schon fast nicht mehr mit Snow Leopard vergleichen.
Was nicht sofort ersichtlich ist: Mac OS X kann ZIP-Archive öffnen und erstellen, Digitalkameras komfortabel auslesen, bietet Notizzettel für den Schreibtisch, bringt ein Media Center mit, kann PDF anzeigen und erstellen, den Desktop fotografieren oder abfilmen, bietet virtuelle Desktops, Mini-Anwendungen und Vieles mehr.
Mutige User können sich gut und gerne auch einmal unter den Dienstprogrammen umsehen. Dabei sollte man aber wissen was man tut.

Wie immer gilt: reichen die Bordmittel nicht aus, kann man sich nach Drittprogrammen umsehen.

Viele Bedürfnisse lassen sich dabei mit Freeware oder Open Source, und damit kostenlos, abdecken.


QuickTime (Player)

Als ehemaliger Windows User kennen Sie sicher vor allem den Windows Media Player, womit sich einige Filme abspielen lassen. Wird der Codec- und Format-Dschungel dichter, bieten sich Multitalente wie der VLC Player an. Diesen gibt es in der aktuellen Version stets auch immer für OS X und kann bei Bedarf bedenkenlos eingesetzt werden.

Das Problem: der VLC behält seine Codecs für sich und stellt sie dem restlichen System nicht zur Verfügung.

QuickTime hingegen ist dank dem Aufbau von Mac OS X überall präsent. Sei es im Finder, Quick Look, Front Row, iMovie, iDVD und an vielen weiteren Stellen.
Erweitern wir also QuickTime, erweitern wir das ganze System. Hierfür bieten sich folgende zwei Erweiterungen besonders an:

Flip4Mac WMV (auch WM Component) ist eine von Microsoft unterstützte Component, die QuickTime Windows Media Video (.wmv) und andere Windows-Formate beibringt (kein Windows Media Audio (.wma)!).

Perian bietet Unterstützung für AVI-Container, DivX, Xvid uvm. Genauso interessant dürfte der Support von Flash Video (.flv) sein. Zum Beispiel lassen sich so YouTube Videos ohne Umwandlung auf dem Computer betrachten.

Beide Tools erstellen eigene Prefpanes und Flip4Mac sogar einen Programmordner. Gebraucht wird nichts davon und kann bei Bedarf nach der Installation sorglos wieder gelöscht werden.


Instant Messaging

Mittlerweile sind Instant Messenger sehr beliebt und weit verbreitet. Doch wie halte ich Kontakt zu meinen Buddies, die unter Windows den Live Messenger (ehemals MSN) nutzen?

Wir empfehlen Ihnen dazu Adium.

Adium ist kostenlos, kann zu MSN, AIM (iChat), ICQ, Yahoo!, Jabber, Facebook und vielen weiteren Diensten verbinden und lässt sich bei Bedarf den Bedürfnissen anpassen. Grösstes Manko: es fehlt noch Support für Audio- und Videochat, der aber folgen soll.

Microsofts offizieller MSN Client für den Mac ist dabei noch abgespeckter und bringt keine nennenswerte Vorteile gegenüber Adium. Audio- und Videochat-Unterstützung soll auch hier folgen. Die Rede ist von Ende 2009.

Wer seine Buddies hören und sehen will, kann aMSN ausprobieren. Leider ist dieser MSN Klon etwas träge in der Bedienung. Als Alternative bietet sich Skype an, welches auf allen Plattformen vertreten ist.

Auch ein IRC Client darf für viele nicht fehlen. Hierfür empfehlen wir den beliebten Colloquy.


Bildbearbeitung

Zugegeben, Paint unter Windows ist keine preisgekrönte Software, trotzdem ist es oftmals nützlich, um Bilder ein wenig zu bearbeiten. So werden es sicher einige Nutzer unter Mac OS X vermissen. In der Tat bietet auch Snow Leopard noch kein Tool zur Bildbearbeitung, abgesehen vom mit iLife mitgelieferten iPhoto für Fotos.

Eine einfache und doch vielseitige Lösung bietet hier Seashore. Das kleine Programm ermöglicht vielseitige Bearbeitungsmöglichkeiten und ist dabei kostenlos.
Ebenfalls kostenlos und sehr wirkungsvoll ist GIMP. Leider läuft dieses Programm unter der X11 Umgebung und harmoniert daher nicht mit der Mac OS X Oberfläche und anderen Programmen.

Darf es auch Shareware sein, bietet sich der GraphicConverter an. Die Software bietet unzählige Funktionen und ist ein wahrer Allrounder in Bildbearbeitung. Kostenpunkt für die uneingeschränkte Nutzung sind 29.95 Euro.


Brennen

Mac OS X bietet ab Werk mit Hilfe von iTunes, iDVD, dem Festplatten-Dienstprogramm und dem Finder diverse Möglichkeiten, um CDs und DVDs zu erstellen. Freeware Tools können diese Funktionen erweitern.

Der Autor dieses Berichts ist nach eigenen Tests immer wieder zu Burn zurückgekehrt. Hier können Sie aber auch selbst entscheiden, welches Programm Ihnen am besten liegt. Weitere Vertreter wären unter anderem LiquidCD und SimplyBurns.

Sollten die Ansprüche immer noch nicht befriedigt werden, kann ein Blick auf das kommerzielle, aber äusserst vielseitige Toast Titanium von Roxio geworfen werden.


FTP

Für das FTP bietet der Mac leider noch keine volle Unterstützung. Hier ist man, genau wie bei Windows, noch auf Dritthersteller angewiesen. Wir unterstützen natürlich Schweizer Entwicklungen und empfehlen, den ersten Blick dem kostenlosen Cyberduck zu widmen.

Ebenfalls sehr beliebt sind transmit und Captain FTP. Beide schlagen allerdings mit rund USD 30.- pro Lizenz zu buche, bieten aber je nach Ansprüche und Geschmack ein besseres Handling.


Ich will mehr

Wo finde ich mehr Software für Mac OS X?
Natürlich gleich bei uns in den Softwareempfehlungen.
Weiter bieten die Seiten macupdate.com und versiontracker.com hervorragende Datenbanken mit guten Suchfunktionen.

Mac OS X bringt ab Werk unzählige Funktionen mit. Drängt trotzdem einmal der Bedarf, Mac OS X zu erweitern, finden sich unzählige und oftmals kostenlose Programm in den Weiten des Internets. Diese Bericht ins keineswegs vollständig und jeder hat andere Bedürfnisse an den Computer. Mit genannten Tools sollten allerdings die meisten Sorgenfalten beim Umstieg bereits geglättet sein. Gerne nehmen wir Ihr Switch-Feedback auf kontakt (at) macweb.ch entgegen.
Bitte einloggen um einen Kommentar zu schreiben
 

Werbung

Banner

Umfragen

Freuen Sie sich auf Mountain Lion?
 

User Login



Registrieren

Text Werbung

FlexBüro
FlexBüro - Einfach gerne Rechnungen schreiben. Auch im Team.
** Zubehör für iPhone **
Hüllen, Kopfhörer, Soundsysteme, etc.
MiniBüro
Adressen, Briefe, Offerten, Lieferscheine, Rechnungen u.s.w. spielend im Griff! MiniBüro vereinfacht die täglichen Administrations-Arbeiten enorm. Ab 450.-
Mac Support im ZH-Oberland
Digital Lifestyle Consulting: Mac Support, Schulung, Beratung vor dem Kauf

Apple Newsflash

Apple veröffentlicht Mac OS X 10.7.4
Wie Apple schreibt wird das 10.7.4-Update allen Benutzern von OS X Lion empfohlen. "Dieses Update behebt allgemeine Probleme im Betriebssystem, verbessert die Stabilität, Kompatibilität, Migration und Sicherheit Ihres Mac. Zu den Verbesserungen gehören: Die Option „Beim nächsten Anmelden alle Fenster wieder öffnen“ ist jetzt nicht mehr dauerhaft aktiviert; - Die Kompatibilität mit bestimmten englischen USB-Drittanbietertastaturen wurde verbessert; - Dateien werden jetzt korrekt auf einem Server gesichert; -Die Zuverlässigkeit beim Kopieren von Dateien auf einen SMB-Server wurde verbessert. Das Update kann über die Software-Aktualisierung geladen werden.
 
Apple verdoppelt Gewinn!

Apple hat heute die Ergebnisse des zweiten Quartals im Geschäftsjahr 2012, welches am 31. März 2012 endete, bekannt gegeben. Im zurückliegenden Quartal erzielte Apple einen Umsatz von 39,2 Milliarden US-Dollar sowie einen Netto-Quartalsgewinn von 11,6 Milliarden US-Dollar bzw. 12,30 US-Dollar pro Aktie. Im Vorjahresquartal wurde ein Umsatz von 24,7 Milliarden US-Dollar sowie ein Netto-Gewinn von 6,00 Milliarden US-Dollar bzw. 6,40 US-Dollar pro Aktie erzielt. Die Bruttogewinnspanne lag bei 47,4 Prozent, verglichen zu 41,4 Prozent im Vorjahresquartal. Der Nicht-US-Anteil am Umsatz betrug in diesem Quartal 64 Prozent. Das Unternehmen hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2012 35,1 Millionen iPhones verkauft, das entspricht 88 Prozent mehr Absatz zum vergleichbaren Vorjahresquartal. Im zurückliegenden Quartal hat Apple 11,8 Millionen iPads verkauft, 151 Prozent mehr als im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das Unternehmen hat 4 Millionen Macs im zurückliegenden Quartal verkauft, das sind 7 Prozent mehr verglichen zu Q2/2011. Apple hat zudem 7,7 Millionen iPods verkauft, das sind 15 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahresquartal. "Wir freuen uns riesig über 35 Millionen verkaufte iPhones und fast 12 Millionen verkaufte iPads im Märzquartal," sagt Tim Cook, CEO von Apple. "Das neue iPad hat einen großartigen Start und über das laufende Jahr hinweg werden wir noch viel mehr von dieser Art an Innovation sehen, die nur Apple liefern kann."