Mac OS X und Macs künftig im Baukastenprinzip? E-Mail
Berichte - Hintergrundberichte
Geschrieben von: Emanuel Frei   
Sonntag, 06. März 2011 14:27
Eine grosse Stärke des Macs war schon immer, dass dieser ab Werk gleich voll einsatzfähig war und Programme und Tools bot, die man von einem vorinstallierten PC mit Windows nicht kennt. Dazu zählen unter anderem natürlich die iLife Suite, Notizzettel, Lexikon aber auch diverse Dienstprogramme und Programme, die eher in den Bereich der Spielereien gehen. Was wäre, wenn Apple diese Zusatztools künftig nicht mehr integriert?

Wie so oft gilt auch hier nicht selten die 80-20-Regel. 20% der Software wird in 80% der Zeit genutzt. Die restlichen 80% der Programme kommen zusammen nur auf 20% Verwendungszeit.
Oder wer von Ihnen nutzt regelmässig Photo Booth, Chess oder aber auch den DVD Player?
Und verbringt hingegen Stunden nur mit Mail, Safari, iTunes und ggf. einem Programm für den produktiven Einsatz?

Mit dem neuen Mac App Store hat Apple einen Weg geschaffen, um schnell und unkompliziert Software zu verteilen. So gibt es dort iWork, iLife, Aperture und neu auch FaceTime für CHF 1.10 als eigenständige Applikation für Snow Leopard.








Was wäre, wenn Apple das kommende Mac OS X 10.7 Lion als kostengünstiges Update ausliefert, es aber um einige Programme beschneidet? So fehlt in der aktuellen Developer Preview die Mediacenter-Software Front Row als ein Beispiel. Wie viele Prozent der Anwender nutzen dieses Tool regelmässig?
Apple wäre durchaus in der Position, Lion ohne FrontRow auszuliefern und die Mediacenter-Software über den Mac App Store anzubieten – bei den „Mac OS X Essentials“.
Da gibt es dann auch FaceTime, Photo Booth, Boot Camp, Chess und den DVD Player auf Wunsch nachträglich zu kaufen.

Ausweiten lässt sich das dann natürlich auch auf den Mac an sich. iLife ist nicht mehr ab Werk dabei und die Programme lassen sich einzeln je nach Bedarf nachinstallieren.
Dass die Verkaufspreise der Macs dann aber definitv und sichtbar sinken müssten, wäre klar und sollte zu Gunsten der Kunden nicht nur eine Traumvorstellung bleiben. Sprich die Summe von Mac, aller „Mac OS X Essentials“ und iLife dürfte den ursprünglichen Preis des vollausgestatteten Macs nicht überschreiten. Realistisch? Wohl eher nicht.
Es ist kein Geheimnis, dass sich auch Apple keine Gelegenheit entgehen lässt, um an irgendeiner Stelle etwas zusätzlich Geld zu verdienen.




















Der Baukasten-Idee wiederspricht hingegen das iPad 2. Dieses hat Apple mit FaceTime und Photo Booth eben um zwei Apps erweitert. Allerdings bietet auch die zweite Generation des Tablets noch keine angepasste Version der Wetter- oder Aktien-App. Hier muss sich der Kunde selber um eine Alternative bemühen, wenn überhaupt Bedarf besteht.

Nichts desto trotz bleibt das hier beschriebene Baukasten-Prinzip für Macs nur eine Idee ohne bestätigte Grundlage. Auf der einen Seite steht der Vorteil von günstigerem System und günstigeren Macs, auf der anderen Seite aber auch die künstliche Beschneidung des „Out of the box“-Erfolgsprinzips eines iMacs oder MacBooks. Wie Apple die Zukunft von Mac OS X und den Macs gestaltet, bleibt vorerst ein Geheimnis.
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Apple Newsflash

Apple veröffentlicht Mac OS X 10.7.4
Wie Apple schreibt wird das 10.7.4-Update allen Benutzern von OS X Lion empfohlen. "Dieses Update behebt allgemeine Probleme im Betriebssystem, verbessert die Stabilität, Kompatibilität, Migration und Sicherheit Ihres Mac. Zu den Verbesserungen gehören: Die Option „Beim nächsten Anmelden alle Fenster wieder öffnen“ ist jetzt nicht mehr dauerhaft aktiviert; - Die Kompatibilität mit bestimmten englischen USB-Drittanbietertastaturen wurde verbessert; - Dateien werden jetzt korrekt auf einem Server gesichert; -Die Zuverlässigkeit beim Kopieren von Dateien auf einen SMB-Server wurde verbessert. Das Update kann über die Software-Aktualisierung geladen werden.
 
Apple verdoppelt Gewinn!

Apple hat heute die Ergebnisse des zweiten Quartals im Geschäftsjahr 2012, welches am 31. März 2012 endete, bekannt gegeben. Im zurückliegenden Quartal erzielte Apple einen Umsatz von 39,2 Milliarden US-Dollar sowie einen Netto-Quartalsgewinn von 11,6 Milliarden US-Dollar bzw. 12,30 US-Dollar pro Aktie. Im Vorjahresquartal wurde ein Umsatz von 24,7 Milliarden US-Dollar sowie ein Netto-Gewinn von 6,00 Milliarden US-Dollar bzw. 6,40 US-Dollar pro Aktie erzielt. Die Bruttogewinnspanne lag bei 47,4 Prozent, verglichen zu 41,4 Prozent im Vorjahresquartal. Der Nicht-US-Anteil am Umsatz betrug in diesem Quartal 64 Prozent. Das Unternehmen hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2012 35,1 Millionen iPhones verkauft, das entspricht 88 Prozent mehr Absatz zum vergleichbaren Vorjahresquartal. Im zurückliegenden Quartal hat Apple 11,8 Millionen iPads verkauft, 151 Prozent mehr als im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das Unternehmen hat 4 Millionen Macs im zurückliegenden Quartal verkauft, das sind 7 Prozent mehr verglichen zu Q2/2011. Apple hat zudem 7,7 Millionen iPods verkauft, das sind 15 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahresquartal. "Wir freuen uns riesig über 35 Millionen verkaufte iPhones und fast 12 Millionen verkaufte iPads im Märzquartal," sagt Tim Cook, CEO von Apple. "Das neue iPad hat einen großartigen Start und über das laufende Jahr hinweg werden wir noch viel mehr von dieser Art an Innovation sehen, die nur Apple liefern kann."