Mails von Windows auf den Mac übertragen E-Mail
Berichte - Anleitungen
Geschrieben von: Emanuel Frei   
Sonntag, 20. April 2008 20:56
Ein grösseres Hindernis beim Switch von Windows auf Mac OS X sind die Mails. Einige nutzen den Umstieg, um gleich einmal wieder alle elektronische Post zu entsorgen, andere müssen die Nachrichten von Outlook oder Outlook Express unbedingt auch auf dem Mac weiter verwenden können. Wir zeigen, wie Sie die Mails problemlos übertragen.


Folgend lesen Sie, wie sie die Mails via IMAP-Konto online übertragen oder den lokalen (offline) Weg nach Apple Mail oder Thunderbird gehen.


IMAP - alles überall
Eine Möglichkeit wäre die Verwendung eines IMAP-Kontos. Vorteil: Dieses Vorhaben funktioniert fast mit allen gängigen E-Mail-Programmen und allen Betriebssystemversionen. Populäre, Schweizer E-Mail-Provider sind bei der Unterstützung von IMAP aber noch ziemlich zurückhaltend. Wenn Sie jedoch bereits über ein Google Mail-Konto verfügen, können Sie dieses als IMAP-Konto einrichten und die Mails (auch von anderen Accounts) dort hochladen und am Mac wieder runterladen. Anleitungen zur Aktivierung von IMAP bei Google Mail und auch in diversen Mail-Programmen bietet Google an. Leider ist die Anleitung zu Apple Mail aktuell noch für Version 2 (Mac OS X 10.4 Tiger) zugeschnitten, die aktuelleren Versionen 3 (Mac OS X 10.5 Leopard) oder 4 (Mac OS X 10.6 Snow Leopard) unterscheiden sich aber nur geringfügig.

Setzen Sie bereits MobileMe ein oder möchten dies demnächst nachholen? Auch MobileMe Mail bietet IMAP und kann so die Mails online auf dem Server ("in der Wolke") sichern. Lesen Sie alle Infos und Voraussetzungen am besten bei Apple nach.

Der Weg über IMAP/MobileMe erfordert eine zügige Internetleitung, da Mails mit Anhängen durchaus schnell mal mehrere 100 MB beanspruchen. TIPP: Sortieren Sie die Mails vorab nach ihrer Grösse und löschen nicht mehr benötigte Nachrichten oder sichern zumindest deren Anhänge abseits des E-Mail-Programms.


Lokaler Transfer nach Apple Mail
Voraussetzungen PC: Windows XP oder neuer, Outlook Express oder Outlook XP, 2003 oder 2007
Voraussetzungen Mac: Mac OS X 10.5 Leopard oder neuer (Mac OS X 10.4 Tiger ebenfalls möglich)

WICHTIG: Andere E-Mail-Clients unter Windows können genauso funktionieren. Prüfen Sie bitte, ob Ihr E-Mail-Client eine Exportfunktion bietet, die .mbox-Dateien erstellt. Alternativ können Sie auch prüfen, ob Thunderbird 3 über eine Importfunktion verfügt, die Ihren E-Mail-Client unterstützt. Der hier beschriebene Ablauf sollte auch unter Mac OS X 10.4 Tiger funktionieren, wurde seitens MacWeb.ch aber nicht mehr getestet.

Ziel: Erhalt von .mbox-Dateien, die sich bequem in Apple Mail importieren lassen.


Wer auf dem Windows PC Microsoft Outlook Express oder Outlook in der Version XP, 2003 oder 2007 einsetzt, muss leider den Umweg über Drittprogramme gehen. In diesem Fall: Thunderbird. Mozilla Thunderbird ist glücklicherweise kostenlos erhältlich. Laden Sie sich Thunderbird direkt vom Hersteller auf Ihren Windows-PC.

Sobald Sie das Programm installiert haben, beenden Sie die letzten Arbeiten in Ihrem aktuellen Mail-Client (Outlook, Outlook Express etc.) und schliessen diesen.

Wenn Sie nun Thunderbird zum ersten Mal starten, fragt es in der Regel gleich, ob Sie Mails von anderen Programmen importieren wollen. Wählen Sie hier Ihren Client und klicken den Assistenten weiter durch. Nachdem Thunderbird alles importiert hat, prüfen Sie mittels Stichprobe der Mails, ob alles geklappt hat. Legen Sie nun am besten alle Mails, die sich noch im Posteingang befinden, in einen lokalen Ordner ab.

Öffnen Sie jetzt den Explorer und wählen 'Extras' --> 'Ordneroptionen'. Suchen Sie hier die Option 'versteckte Dateien und Ordner anzeigen' und aktivieren diese. Diese Option und der folgende Pfad kann bei neueren Windows-Versionen geringfügig abweichen.

Folgen Sie dem Pfad:
C:/Dokumente und Einstellungen/IhrBenutzerName/Anwendungsdaten/Thunderbird/Profiles/**egalwashiersteht**.default/Mail/Local Folders

Hier stecken nun alle Postfächer/Ordner, die Sie in Thunderbird auch sehen - jeweils zweimal. Eine Datei davon ist eine .msf-Datei, der anderen fehlt sehr wahrscheinlich die Dateiendung, ist aber eine .mbox-Datei. Kopieren Sie alle Dateien ohne Endung in einen neuen Ordner auf dem Desktop. Diesen können Sie nun am besten auf einen USB-Stick kopieren oder auf eine CD/DVD brennen.
Ziel: dieser Ordner muss auf den Mac. (Sie können natürlich auch andere Wege nutzen, wenn vorhanden.)

Starten Sie nun Mail auf dem Mac und wählen Sie 'Ablage' --> 'Postfächer importieren'.
Hier wählen Sie den Ordner auf dem USB-Stick, der CD/DVD oder wo auch immer und Mail importiert alle Mails aus den diversen .mbox-Dateien. Den Ordner können Sie anschliessend löschen.

Bitte beachten Sie, dass diese Methode nur die Mails importiert, nicht aber die Accounts. Diese müssen Sie leider in Mail von Hand neu konfigurieren.


Lokaler Transfer von und nach Mozilla Thunderbird
Voraussetzungen PC: Windows XP oder neuer, Thunderbird 3
Voraussetzungen Mac: Mac OS X 10.4 Tiger oder neuer, Thunderbird 3


Wer auf dem Windows PC den beliebten Mozilla Thunderbird einsetzt und diesen auch auf dem Mac weiter verwenden möchte, kann sein ganzes Profil bequem auf den Mac übertragen.

Beenden Sie Thunderbird auf dem PC.

Öffnen Sie nun den Explorer und wählen 'Extras' --> 'Ordneroptionen'. Suchen Sie hier die Option 'versteckte Dateien und Ordner anzeigen' und aktivieren diese. Diese Option und der folgende Pfad kann bei neueren Windows-Versionen geringfügig abweichen.

Folgen Sie nun dem Pfad:
C:/Dokumente und Einstellungen/IhrBenutzerName/Anwendungsdaten/Thunderbird/Profiles

Hier steckt nun ein Ordner mit kryptischem Namen nach dem Schema "**egalwashiersteht**.default". Diesen können Sie nun am besten auf einen USB-Stick kopieren oder auf eine CD/DVD brennen.
Ziel: dieser Ordner muss auf den Mac. (Sie können natürlich auch andere Wege nutzen, wenn vorhanden.)

Laden Sie Thunderbird 3 für den Mac, installieren es und starten es einmalig, ohne etwas einzurichten. Beenden Sie Thunderbird wieder.

Navigieren Sie nun auf dem Mac zu folgendem Pfad:
Macintosh HD/Benutzer/IhrBenutzerName/Library/Thunderbird/Profiles

Hier steckt nun wieder ein Ordner mit kryptischem, aber anderem Namen nach dem Schema "**egalwashiersteht**.default". Ersetzen Sie den Inhalt dieses Ordners mit den Dateien im Exemplar, welches Sie vom Windows PC gesichert haben. Der kryptische Name muss erhalten bleiben.

Ein erneuter Start von Thunderbird sollte nun alle vom Windows-Pendant bekannte Mails und Einstellungen anzeigen.

Wer dann doch mal lieber Apple Mail ausprobieren möchte, kann die Mails bequem via 'Ablage' --> 'Postfächer importieren' von 'Thunderbird' importieren.



Falls Sie Schwierigkeiten haben, können Sie sich selbstverständlich an unser Forum oder die hier eingetragenen MacSupporter wenden. In allen Fällen werden Sie Ihre Mails sicherlich erfolgreich migrieren können.
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Ab heute kann man Apple Pay in der Schweiz nutzen. Vorerst ist Apple Pay aber nur mit Karten der Herausgeber Cornèr Bank, Bonus Card und Swissbankers nutzbar. Kreditkarten anderer Herausgeber können mit Apple Pay noch nicht genutzt werden. Die drei grossen Player UBS Card Center, Swisscard AECS (Credit Suisse) und Viseca (Kantonalbanken, Raiffeisen, Regionalbanken, BankCoop, Migrosbank) sind nicht mit dabei. Auch die Cembra Money Bank (Cumulus-Kreditkarte der Migros) fehlt vorerst bei der Apple Pay Partnerschaft. Dies ist nicht weiter verwunderlich, da UBS, Credit Suisse, die Zürcher Kantonalbank, die Swisscom sowie die Grossverteiler Migros und Coop eine eigene mobile Bezahlmöglichkeit lancieren möchten. Erst vor kurzem haben diese Player entschieden, die bereits eingeführten mobilen Bezahlmöglichkeiten Paymit und TWINT zu fusionieren. Hinter Paymit stehen derzeit UBS, die Kantonalbanken und Zürich, Luzern und Waadt, die SIX und Raiffeisen. Hinter TWINT agieren Postfinance, diverse andere Kantonalbanken, Regionalbanken, Valiant und die Migrosbank. Da liegt es auf der Hand, dass all die Schweizer Banken versuchen, die eigene Bezahllösung voranzutreiben, bevor sie Apple Pay zulassen. Es ist zu hoffen, dass trotzdem beide Lösungen nebeneinander Platz haben.