Programme installieren und deinstallieren E-Mail
Berichte - Anleitungen
Geschrieben von: Emanuel Frei   
Sonntag, 27. April 2008 10:42
Sie kommen frisch von Windows auf die noch fremde Mac OS X Plattform und wollen erste Programme installieren? In der Regel ist das auf dem Mac ganz einfach, doch gerne stolpern einige Neulinge über diese Einfachheit.


Woher die Programme kommen


In erster Linie gibt es zwei Beschaffungswege für Software. Entweder kaufen Sie ein Programm im Fachhandel und erhalten somit eine Installations CD oder Sie laden sich Freeware, Donationware, Open Source oder aber auch kommerzielle Programme aus dem Internet (für die Sie selbstverständlich einen Lizenzschlüssel erwerben müssen). Sobald Sie eine CD eingelegt haben, erscheint diese wie gewohnt auf dem Desktop. Durch einen Doppelklick wird diese geöffnet, worauf Sie deren Inhalt sehen. Ein Download unter OS X versteckt sich seit Version 10.5 Leopard per Standardeinstellung im rechten Bereich des Docks, in den so genannten Stacks. In 95% der Fällen handelt es sich hier um Disk-Images (.dmg), die ein Abbild eines virtuellen Laufwerks darstellen.



Durch einen Klick "mounten" Sie dieses Image, worauf auf dem Desktop ein virtuelles Laufwerk erscheint und der Inhalt des Images in einem Finderfenster dargestellt wird.


Die Installation


Unter Windows kennen Sie die Installation mittels ausführbaren .exe-Dateien, die in der Regel einen Installations-Assistenten starten. Diese Methode gibt es auch unter OS X, allerdings meist nur bei grösseren und komplexeren Programmen. Diese sind oftmals gezwungen, Dateien an unterschiedlichen Orten zu installieren. Hierfür benötigen Sie aber Ihre Zustimmung mittels Administrator-Passwort.
Zu erkennen sind diese Installationen an einem kleinen Namenszusatz wie 'Setup' oder 'Install'. Dazu gesellt sich oft ein Icon, welches ein Paket darstellt.

Nun kommen wir zu den kleinen Stolpersteinen, die ich in der Einleitung erwähnt habe - den Drag&Drop-Installationen, denen man unter Windows in dieser Form selten bis gar nie begegnet, die unter OS X aber gut und gerne die Mehrheit darstellen. Öffnen Sie ein gemountetes Disk-Image oder eine CD/DVD und ziehen das darin enthaltene Programm in den dafür vorgesehenen Programm-Ordner im Finder. Fertig.
Genau, so einfach kann es sein.
Wichtig: Sie installieren das Programm erst, wenn es vom Disk-Image in den Programme-Ordner kopiert wurde. Nun können Sie das virtuelle Laufwerk via Finder wieder auswerfen und das heruntergeladene .dmg-File in den Papierkorb werfen. Starten Sie das Programm von nun an nur noch aus dem Programme-Ordner oder ziehen es von dort aus ins Dock.


Die Deinstallation


Auch hier kennen Sie unter Windows die Deinstallation mittels Assistenten der oftmals unglaublich lange benötigt, bis ein Programm entsorgt wird. Dies ersparen sich Mac OS X-Anwender und ziehen das zu deinstallierende Programm einfach in den Papierkorb. Microsoft Office:mac ist hingegen ein prominentes Beispiel, welches noch einen klassischen Deinstaller mitliefert, der auch genutzt werden sollte.

War's das schon? Jein. Der reguläre Anwender, der nur selten bis gar nie ein Programm installiert, geschweige denn überhaupt wieder deinstalliert, muss hier nicht weiter lesen.

Solche die gerne und oft verschiedenste Programme testen, wissen wahrscheinlich auch schon, dass bei OS X gerne Programmreste übrig bleiben. Diese verstecken sich in der Regel unter:

/User/Library/Application Support
/User/Library/Preferences
/User/Library/Caches
/Library/Application Support

Suchen Sie in diesen Verzeichnissen nach dem eben gelöschten Programmnamen und Sie erwischen den grössten Datenrest, den das Programm hinterlassen hat.
Diese Arbeit erledigen auch diverse Tools. Der Autor dieser Anleitung vertraut hier allerdings lieber auf den eigenen Druck auf 'befehl + backspace' und geht die Verzeichnisse vielleicht einmal im Monat durch die genannten Verzeichnisse, um nicht mehr benötigten Datenmüll zu entfernen.
Kommentare (1)
MacBit
Montag, 10. Januar 2011 16:52
«...und ziehen das zu deinstallierende Programm einfach in den Papierkorb.»

UND leeren danach den Papierkorb.
Erst dann ist der Platz auf der Festplatte wieder für etwas anderes frei.
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