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Aperture 3 im Praxiseinsatz |
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Berichte -
Testberichte
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Geschrieben von: Marcel Frei
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Dienstag, 16. März 2010 20:34 |
Apple hat vor kurzer Zeit Aperture rundum erneuert und der Profi-Fotoverwaltungssoftware die Versionsnummer 3.0 verliehen. MacWeb.ch hat die neue Fotosoftware unter die Lupe genommen und möchte seinen Lesern die wichtigstens und spannendsten Neuerungen und Funktionen vorstellen.
Wer besitzt heute noch keine Digitalkamera? - Vermutlich niemand. Eine "Digi-Cam" gehört zum Alltagsgegenstand und ist beim Familienfest, beim Wochenendausflug und in den Ferien immer mit dabei. Und das anschliessende Handling der Fotos ist für Mac-Anwender schon seit Jahren sehr komfortabel. Mit jedem neuen Mac ist die Software iPhoto bereits mit dabei, welche das Verwalten, Aufbereiten und Weiterverwenden von Fotos zum Kinderspiel macht.
Der Profi oder auch schon Semi-Profi wünscht bei gewissen Funktionen eine Alternative bzw. erweiterte Funktionen. Da springt Aperture die Lücke. Wie von iPhoto her bekannt, ist der Importvorgang kinderleicht. Aperture erkennt die angeschlossene Kamera und lädt zum Importieren ein. Alle wichtigen Bilddaten, wie Blende, Verschlussgeschwindigkeit oder das verwendete Kameramodell und Objektiv werden bei Aperture ebenfalls erfasst. Besonders genial ist die Funktion, bei der Aperture automatisch auf einem externen Laufwerk direkt Sicherungskopien der importieren Bilder erstellt. Selbstverständlich können RAW- wie auch JPG-Dateien importiert werden und miteinander oder getrennt abgelegt werden.
Wie von iPhoto her bekannt, ist neu die Gesichter-Funktion bei Aperture mit dabei. Wer die Funktion von iPhoto her schon kennt, findet keine eigentlichen Neuerungen. Die einzige Erweiterung besteht darin, dass die Gesichert pro einzelnes Projekt und nicht nur auf Mediathek-Ebene angezeigt werden können. So können die Gäste einer Hochzeitsreportage nach ihren Gesichtern sortiert werden.
Im Bereich Geocodierung bietet Aperture eine geniale Unterstützung. Bei Fotos ohne GPS-Daten können die Bewegungen aus einem GPS-Daten-Protokoll in Aperture importiert werden (Für das iPhone sind entsprechende Apps ebenfalls verfügbar). Anschliessend muss nur einem Foto ein GPS-Zeit zugewiesen werden. Die anderen Fotos eines Projektes werden anhand des Zeitabgleichs mit den GPS-Daten automatischen ihren Aufnahmeorten zugewiesen!
Um Fotos zu sortieren besteht neue auch die Möglichkeiten, den Fotos entsprechende Etiketten-Fraben zuzuweisen.
Absolut überzeugend sind die neuen Funktionen, um die Fotos zu bearbeiten. Die Pinsel-Funktionen wurden rundum erneuert. Auch sehr einfach in der Anwendung sind die Möglichkeiten, Farben von Objekten zu verändern oder Bereiche weichzuzeichnen. Vordefiniert Anpassungsmöglichkeiten können sehr komfortabel genutzt werden; sie werden jeweils direkt in einem Vorschaufenster angezeigt.
Genial ist die neue Vollbildschirm-Arbeitsfläche. Ganz ohne Menüs lassen sich die Fotos im Vollbild-Modus nicht nur betrachten sondern auch mit allen Funktionen bearbeiten. Es braucht eine gewisse Umgewöhungszeit, da die Funktionen nicht mehr exakt gleich aufgerufen werden. Aber man kann es sich zum Spiel machen, wie lange man es im Vollbild-Modus aushält. Es sind effektiv alle Funktionen im Vollbild-Modus nutzbar. Durch Pulldown-Menüs kann durch die Projekte gesurft werden, ohne den Vollbildmodus zu verlassen. Ebenfalls lassen sich alle Anpassungen vornehmen; mit einen Klick können die Informationsfenster ein bzw. ausgeschaltet werden. Dank dem Vollbild-Modus wird man von den übrigen Einflussfaktoren weniger abgelenkt. Eingehende E-Mails werden einem nicht mehr angezeigt und die anderen Applikationen im Dock lenken ebenfalls nicht von der Arbeit ab.
Aperture wird zu iMovie. Dank einer ausgeklügelten Diashow mit enorm vielen Einstellfunktionen lassen sich mit den Fotos geniale Präsentationen erstellen. Entweder wählt man aus schönen Voreinstellungen eine Diashow-Vorlage aus oder man erstellt eine eigene Präsentation. Dabei können Titel eingeblendet, die Übergänge und die Anzeigedauer definiert sowie Fotorahmen und Kern Burns-Effekte hinzugefügt werden. Mit einem Klick verpasst man den Fotos zudem den Effektiv Schwarz-weiss oder Sephia. Die Diashows lassen sich anschliessend in diversen Formaten exporten, natürlich auch in Full HD. In iDVD können die exportieren Movies anschliessend komfortabel weiterbearbeitet und auf DVD gebrannt werden.
Als zusätzliches Goodie trumpft Aperture mit neuen Fotobuch-Bestellmöglichkeiten auf. Es sind grösser Formate und neue Designs verfügbar. Es können neu auch Plug-Ins für Drittanbieter-Bücher installiert werden. Leider liefern die meisten Anbieter jedoch nicht in die Schweiz. Ein Plug-In eines Schweizer Fotobuch-Hersteller ist leider noch nicht verfügbar.
Aperture ist für CHF 249.-- im Apple Online Store erhältlich. Wer die Software zuerst testen möchte, kann eine Testversion downloaden. Weiterführende Informationen gibt es auf der Aperture-Seite von Apple; dort werden auch die über 200 neuen Funktionen detailliert beschrieben.
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