Apple im Jahre 2008 E-Mail
Berichte - Hintergrundberichte
Geschrieben von: Emanuel Frei   
Samstag, 02. Februar 2008 19:50
Noch nie war Apples Marktanteil so gross und das Produktsortiment so vielfältig. Gerade letzten Monat wurde eben dieses Sortiment noch einmal ausgebaut. Medienpräsenz haben die Computer und Gadgets aus Cupertino längst. So verwundertet es auch keinen, wenn alle Welt erfahren hat, was Steve Jobs an der vergangen Macworld Keynote aus dem Hut, oder besser aus dem Umschlag, gezaubert hat. Wie sich das neue MacBook Air in die bekannte Produktpalette eingliedert, wollen wir im folgenden Bericht mit einem leichten Hauch Geschichte in Worte fassen.


Mac mini - kompakt und dezent

Als Apple an der Macworld im Januar 2005 den Mac mini vorstellte, hingen ihm viele das gleiche Schicksal an, wie es der Power Mac G4 Cube erlitt. Die kompaktere Bauweise erlaubt dem mini aber ein dezenteres Auftreten. Dieses und der geringe Preis lässt den mini nun schon drei Jahre ohne äusserliche Veränderung überleben.

Mit dem kleinen Gerät folgte Apple unter anderem der Idee, Windows User mit dem günstigen Preis zum Switch bewegen zu können. Im Lieferumfang fehlen auch heute noch Maus und Keyboard, da der ehemalige Windows User diese in der Regel schon besitzt.

Für kleines Geld erhält man ausreichend Leistung für Office Anwendungen und das 'digital life'.
Mit seinen aktuellen Prozessoren scheut der mini auch keine intensiveren Aufgaben mit iLife.

Ebenfalls ein sehr beliebter Einsatzort ist das Wohnzimmer, in dem das kleine Gerät seinen Job als extrem flexibles Media Center erledigt.
Viele müssen sich hierfür zwischen dem Mac mini und dem Apple TV entscheiden. Einige Gerüchteseiten haben darum für die vergangene Macworld eine Verschmelzung der beiden Geräte 'gekocht'.



iMac - der Allrounder

Ich erlaube mir an dieser Stelle einfach, den iMac als den berühmtesten 'PC' der Welt hinzustellen. Mit Steve Jobs' Rückkehr und dem Ur-iMac sollte Apple die Krise vergessen und den Weg des Aufschwungs einschlagen. Welche Rechenleistung Jobs damals mit den Worten "This thing screams" beschrieb, dürfen wir uns heute gar nicht mehr vorstellen. Die technischen Daten des Ur-iMac zaubern bestimmt vielen ein Schmunzeln ins Gesicht.
Das 'i' stand damals primär für internet, individual, instruct, inform und inspire. Heute ist es ein Markenzeichen und wird gerne bei vielen Produktnamen (ob von Apple oder Drittherstellern) verwendet, um besondere Benutzerfreundlichkeit zu signalisieren.

Das Konzept des 'All-in-one'-Computers hat Apple seither konsequent weitergeführt und optimiert. Durch fortschrittliche Technologien und dem wohl besten Designer, ist es Apple gelungen, dem Kunden heute quasi nur noch einen Flachbildschirm auf den Tisch zu stellen.

Mit seiner aktuellen Leistung ist der iMac jedem Büroalltag, seinen Aufgaben zu Hause oder gar im Semi-professionellen Bereich gewachsen.
Er bringt alles mit, was für diese Zwecke benötigt wird.



Mac Pro - brachiale Leistung

Sein Gewand ist unverändert kalt, seine Leistung stetig gestiegen und seine Spezialitäten sind 3D Rendering zum Frühstück. Das Pro im Namen macht den Fall klar. Seine Bestimmung ist das intensive Rechnen von Grafiken, Audio und Video im professionellen Bereich. Für den normalen Heimanwender ist der Mac Pro selbst in der schwächsten Ausführung schlicht 'overkill'.

Das aktuelle Modell bietet mehr 'built-to-order'-Optionen als je ein anderer Mac zuvor.
Im Gegensatz zum Mac mini bringt er übrigens Mighty Mouse und Keyboard mit!



MacBook - klein, aber oho

Es ist klein, sexy und es kommt in schwarz.
Mit dem MacBook hat Apple nach dem Intel Switch auch bei den Notebooks die Linie optisch weitergeführt. Gemäss dem Trend haben die Designer dem portablen Mac allerdings ein Widescreen Display und somit etwas neue Dimensionen verpasst.

Das MacBook in seiner aktuellen Form bietet ein ausgezeichnetes Preis/Leistungs-Verhältniss.
Zu einem günstigen Preis erhält der Käufer ein leistungsfähiges Consumer-Notebook, um überall unterwegs die Aufgaben des Alltags zu meistern. Bemängelt wird oftmals der Grafik-Chip, der nicht ganz so grafiklastige Anwendungen zulässt.

Es ist ideal für Heimanwender, die auch mal gerne mit dem Gerät aufs Sofa sitzen oder es sonst wo mitnehmen wollen.

Momentan tanzt das MacBook noch etwas aus der Reihe. Man darf erwarten, dass auch dieses Gerät bald mit einer Aluminium Schale daher kommt, womöglich ähnlich der des iPod classic.



MacBook Pro - unterwegs mit Speed

Auch der grosse Bruder vom MacBook trägt den Zusatz 'Pro'. Nicht umsonst ist es eines der schnellsten Notebooks, das zurzeit erhältlich sind.
Von der Leistung her gesehen, lässt es sich grob mit der eines iMac vergleichen - die Benchmarkergebnisse sind ausgeglichen. Beim Kaufentscheid stehen sich hier ganz klar die Vor- und Nachteile von Desktop Computern und Notebooks (und natürlich der Preis) gegenüber.

Wer mobil sein will und doch überall ausreichend Leistung benötigt, ist mit dem MacBook Pro bestens bedient.



MacBook Air - luftig leicht und kabellos

Schon mit dem Mac mini hat Apple sein ursprüngliches Raster (Desktop/Notebook, Consumer/Pro) gesprengt und erweitert. Mit dem neuen MacBook Air gesellt sich ein weiteres Produkt ins Sortiment. Es soll nicht wie beim mini besonders günstig, sondern sehr mobil sein. Diese Mobilität schlägt sich auch im Preis nieder. Obwohl es schwächer ist als das MacBook, setzt es Apple zwischen selbiges und das Pro Modell. Somit klassiert es sich weder als Pro, noch als Consumer Gerät, sondern beansprucht die Lücke dazwischen.

Um an Gewicht zu verlieren, musste das MacBook Air auf Diät gesetzt und abgespeckt werden. Apple bestätigt indirekt, dass das Air als Zweitgerät konzipiert wurde. Es ist gedacht für Nutzer, die bereits einen vollausgestatteten Computer zu Hause oder im Büro haben, für unterwegs aber ein sehr leichtes und flaches Notebook wünschen.



Was zeigt die Glaskugel?

In der aktuellen Produktpalette aus Cupertino finden sicherlich die meisten ein passendes Gerät. Noch nie hatte man solch eine Auswahl. Leider können auch wir von MacWeb nur erahnen was als Nächstes aus den dunklen und versteckten Apple-Labors das Tageslicht erblickt. Wir tippend dabei auf überarbeitete MacBook und MacBook Pro, die das Äussere des 'AirBook' übernehmen und möglicherweise ebenfalls LED-Beleuchtung und Multitouch-Trackpads mitbringen. Sehr wahrscheinlich ist auch ein Update des Mac mini. Wir sind gespannt was das neue Jahr bringt.
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